Angeltechniken Jig- und Faulenzer-Methode

Die  Jig-Methode:

Man wirft seinen Gummifisch aus. Kurz bevor er auf der Wasseroberfläche auftrifft, stoppt man sanft, mit der Hand an der Spule, den Ablauf der Schnur. Man klappt den Bügel zu und richtet die Rutenspitze in einer Flucht zur Schnur bzw. zum Gummifisch aus. Nun lässt man den Gummifisch an gespannter Leine absinken, bis er am Grund angekommen ist. Dies spürt man erstens durch einen kurzen Tock im Rutenblank und  gleichzeitig erschlafft die Schnur.

Während der ersten Absinkphase sollte man aber schon gewappnet sein, um gegebenenfalls einen Anschlag setzen zu können. Einen Anbiss merkt man in der Regel an einem oder mehreren kurzen Tocks/Zupfern oder aber daran, dass der Gummifisch erst gar nicht den Grund erreicht, sondern vorher schon die Schnur erschlafft.

Nachdem nun der Gummifisch den Grund erreicht hat, hebt man in einer zügig und gleichmäßig durchgeführten Bewegung die Rute an. Der Gummifisch hebt vom Grund ab und bewegt sich dabei in Richtung Angler. Während anschließend die Rute wieder in Stellung gebracht wird, kurbeln wir zeitgleich die lose Schnur ein. Die folgend entstehende Absinkphase ist der Moment, in dem die meisten Bisse kommen werden.


Die Faulenzer Methode:

Dies ist eigentlich eine recht simple Methode. Hierfür wirft man seinen Gummifisch ebenfalls aus, bremst ihn vor dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche ab und lässt ihn auch hier bei geschlossenem Bügel an gestraffter Leine absinken. Die Rute befindet sich wieder in einer Flucht mit dem Gummifisch.  Den Aufschlag des Jigkopfes auf dem Grund merkt man ebenfalls durch ein Tock oder durch erschlaffen der Schnur. Am Grund angekommen, lässt man seinen Gummifisch anstatt über die Rute über die Kurbel aufsteigen. Dies geschieht durch einfache 1-3 kurze oder langsame Kurbelbewegungen mit der Rolle.

Vorteil dieser Methode ist, dass auch ein Anfänger zu keiner Zeit den Kontakt zum Gummifisch verlieren kann. Man spürt in der Rute fast alles, das ist wichtig zur Köderführung und um die Bisse zu erkennen.

 
Voraussetzung für beide Methoden ist:
1. Harte Rute
2. Geflochtene Schnur
3. Rolle mit hoher Übersetzung

 

Beide Methoden sind sehr fängig auf Zander. Es bleibt jedem einzelnen überlassen, ob er lieber ein Jigger oder ein Faulenzer ist.


Vertikal Angeln



Beim Vertikal Angeln fischt man senkrecht unter der Rute. Meist vom Boot aus, es funktioniert aber auch an Spundwänden, Bootssteegen usw.

Das Boot wird in der Regel mit einem Elektromotor angetrieben. Mit diesem fährt man interessante Unterwasserbereiche ab. Erfolgversprechend sind dabei Barschberge und Unterwasserstrukturen wie z.B. Kanten. Hier steht oft der Raubfisch. Ein Echolot zur Orientierung ist hierbei ein unverzichtbares Hilfsmittel.

Geräteauswahl: Vertikalrute, Stationär- oder Multirolle, 10-12er geflochtene Schnur und natürlich ein Stahlvorfach
Köder: Gummifische jeglicher Art