Holland Urlaub 2010

Team Zanderjäger beim Saisonstart in Holland

 

Das letzte Wochenende im Mai ist der wichtigste Tag in Holland. Endlich beginnt die neue Raubfischsaison und das Team Zanderjäger geht getrennt auf Ihre Zielfische los. Während Rolf und sein Bruder sich auf die Jagd nach den großen Hechten machten, starteten Andreas und ich um ein paar schöne Zander zu überlisten. Am Samstag um 03.00 Uhr begann die Fahrt mit wenig Schlaf in den Knochen. Die Bedingungen sind nicht optimal, aber für ein paar gute Zander müsste es reichen. Voller Hoffnung fuhren wir Kilometer für Kilometer in Richtung Slipstelle, um endlich Andreas Boot ins Wasser zu lassen. Je näher wir unserem Zielort kamen, desto mehr stieg die Vorfreude. Es wurde Zeit für eine Fangschätzung. Andreas war äußerst optimistisch und schätzte 10 Zander. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass sogar in Holland nicht jeder Tag ein Fangtag ist, daher war ich zurückhaltend und tippte auf 3 Zander. Gegen halb acht war es dann soweit. Vor uns die Slipstelle und jede Menge Bootsangler. Nach kurzen Gesprächen mit sehr freundlichen Holländern, wünschten wir uns alle Petri Heil und fuhren los zur ersten Buhne. Wenige Minuten später hatten wir die ersten beiden Buhnen ausgefischt. Danach ging es weiter zur dritten Buhne und die Hoffnung stieg immer weiter. Nach nicht mal einer Drift bekam ich den ersten Ruck in die Rute. Leider hakte sich der Fisch nicht. Der nächste Fehlbiss folgte nur kurze Zeit später, wieder bei mir. Bei der erneuten Drift in dieser Buhne, war es dann endlich soweit und der erste Zander hing an meiner Rute. Ca. 10 Minuten später hatte ich erneut das Glück, einen Zander zu haken. So langsam wurde Andreas, der noch keinen Fischkontakt hatte, unruhig. Jetzt war die Zeit für seinen Erfolgsköder gekommen. Der Wechsel zahlte sich aus. Ein schöner 40 cm Barsch konnte nicht widerstehen und hing fest an seiner Angel. Darauf folgte das Highlight des Tages. Ein heftiger Ruck fuhr in Andreas Rute und er rief sofort, jetzt hab ich einen Dicken dran. Seine Vertikalrute musste auch gleich zeigen, was sie kann. Die Angel durchgebogen und die Bremse kreischt, so muss es sein. Nach ein paar schönen Fluchten sahen wir zum ersten Mal, was da angebissen hatte. Ein riesiges Hechtmaul kam aus dem Wasser und die Freude über diesen Fisch war gigantisch. Nach einer perfekten Handlandung wurde der Fisch fotografiert. Leider wurde beim Vermessen klar, dass die Metermarke ganz knapp verfehlt wurde, aber trotzdem war die Freude über die dicke Hechtdame grenzenlos. Nach nicht einmal einer Stunde war der vierte Fisch im Boot und mein Tipp war verfehlt. Natürlich war ich über meinen Fehltipp erfreut und wir jagten in den nächsten Buhnen weiter. Bis 11.00 Uhr hatten wir noch 4 weitere Zander gelandet. Nach einer kurzen Essenspause ging die Jagd weiter. Nach 8 Stunden war der Tag vorbei und jeder hatte 6 Zander überlistet. Mit Andreas Barsch und seinem Hecht, hatten wir zum Saisonstart 14 Fische an Bord. An der Slipstelle trafen wir erneut die freundlichen Angler und nach kurzen Gesprächen stellte sich heraus, dass wir die meisten Fische landen konnten. Dann kam die Enttäuschung. Nach einem kurzen Telefonat stand fest, dass wir am Sonntag nicht Angeln können. Alle Preisfischen in Holland wurden wegen einer Sturmwarnung abgesagt. Die Freude über den erfolgreichen Tag überwiegte jedoch der Enttäuschung und wir machten uns auf den Heimweg. Auf der Rückfahrt telefonierten wir noch mit Rolf um seine Fänge zu erfahren. Die beiden konnten sich über 4 schöne Hechte freuen. Leider hatte die Wetterprognose gestimmt, denn Rolf berichtete uns noch am gleichen Abend, dass der Wind immer stärker wurde und Sie den morgigen Tag nicht mehr am Wasser verbringen können. Das Fazit unseres Ausflugs fällt trotzdem sehr positiv aus. Es war ein super Angeltag, nur das Wetter für Sonntag stand auf der Seite der Zander.
Erfolgsköder waren: Mann´s Shad und Big Hammer